Alle aktuellen Informationen

Überschuldung

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SchuldnerAtlas Deutschland 2025

21.11.2025

Nach Angaben des SchuldnerAtlas von Credireform steigt dieses Jahr die Zahl überschuldeter Erwachsener in Deutschland erstmals seit Jahren wieder deutlich an und erreicht 5,67 Millionen Menschen. Betroffen sind zunehmend auch Haushalte mit mittleren oder höheren Einkommen, die nach Jahren des Verzichts ihren Lebensstandard halten wollten. Auffällig ist, dass sowohl harte als auch weiche Überschuldungen gleichzeitig zunehmen und damit auf eine umfassende Verschlechterung der privaten Finanzlage hindeuten. Besonders gefährdet sind junge Erwachsene unter 30, die häufig durch Konsum und Kredite in Schwierigkeiten geraten. Der Trend zeigt sich bundesweit, da in der Mehrheit der Regionen die Überschuldungsquoten steigen und finanzielle Rücklagen vieler Haushalte nach den Krisenjahren erschöpft sind. Expert*innen erwarten, dass sich die Situation 2026 weiter verschärft und Überschuldung wieder zu einem zentralen gesellschaftlichen Problem wird.

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Straffälligkeit

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Jugendkriminalität stark rückläufig

21.11.2025

Die Jugendkriminalität ist in vielen Industrieländern seit den 1990er Jahren deutlich zurückgegangen, wie umfassende Auswertungen internationaler Studien zeigen. Dieser langfristige Rückgang wird vor allem auf veränderte Lebensbedingungen junger Menschen zurückgeführt, darunter weniger Alkoholkonsum, engere elterliche Aufsicht und weniger unstrukturierte Zeit mit Gleichaltrigen. Zum Rückgang haben besonders Eigentumsdelikte stark beigetragen. Zugleich verringerte sich der frühere Geschlechterunterschied, da die Kriminalitätsrate bei Jungen deutlich stärker sank. Seit einigen Jahren scheint der Trend jedoch in manchen Ländern zu stagnieren oder sich leicht umzukehren, wobei die Datenlage nach der Pandemie noch unsicher ist. Forschende betonen, dass einzelne Anstiege den historischen Rückgang jedoch nicht grundlegend infrage stellen. Unklar bleibt, wie sich digitale Medien und veränderte Freizeitgewohnheiten künftig auf Jugendkriminalität auswirken werden, sodass weitere Forschung notwendig ist.

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Junge Flüchtlinge

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Auch geflüchtete Kinder und Jugendliche haben Rechte

21.11.2025

Zum Internationalen Tag der Kinderrechte erinnert die „Aktionsgemeinschaft für Rechte und Chancen von jungen Geflüchteten in NRW“ daran, dass geflohene Kinder und Jugendliche oft übersehen werden und besonderen Schutz benötigen. Die Aktionsgemeinschaft, in der neben der LAG JSA NRW auch weitere Verbände der Jugendarbeit in NRW vertreten sind, kritisiert, dass junge Geflüchtete zunehmend als Problem wahrgenommen werden, obwohl sie Krieg, Hunger und schwere Belastungen erlebt haben. Sie fordert daher eine klare Haltungsänderung in Politik und Gesellschaft sowie konkrete Maßnahmen der Landesregierung, um ihre Teilhabe zu verbessern. Dazu gehört insbesondere eine Regelung analog zur Schülersammelliste, damit junge Geflüchtete ohne aufwendige bürokratische Verfahren an Freizeiten, Bildungsfahrten und überregionalen Treffen teilnehmen können. Zudem verlangt sie, dass die Landesregierung rassistischen Narrativen entschlossen entgegentritt und Jugend- und Wohlfahrtsverbände vor politisch motivierten Angriffen schützt. Unter dem Motto „Jedes Kind zählt“ erinnert die Aktionsgemeinschaft daran, dass auch geflüchtete Kinder und Jugendliche uneingeschränkt Anspruch auf ihre Rechte haben und diese konsequent gestärkt werden müssen.

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Politische Bildung

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10.02.205: Demokratie – leben – lernen (online)

21.11.2025

Die Veranstaltung zeigt, wie junge Menschen aktiv Demokratie erleben können, indem sie Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und den Alltag ihrer Einrichtung mitgestalten. Prof. Dr. Sturzenhecker stellt dabei wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Ansätze vor, die besonders auch in herausfordernden Arbeitsfeldern funktionieren. Im Mittelpunkt stehen zwei Elemente: die GEBe-Methode, die Jugendlichen mit wenig politischem Zugang wirkungsvolle Beteiligung ermöglicht, sowie Wege, Partizipation dauerhaft im Alltag einer Einrichtung zu verankern. Fachkräfte erhalten Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsame Diskussion, um voneinander zu lernen und neue Impulse mitzunehmen. Ziel ist es, konkrete Strategien zu vermitteln, die demokratisches Mitsprechen und Mitentscheiden in Gruppen junger Menschen alltagsnah ermöglichen. Eingeladen sind Fachkräfte der Jugendsozialarbeit, des Offenen Ganztags und vergleichbarer Einrichtungen.

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Jugendhilfe

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Neuer Alltag nach den Kommunalwahlen? Das Erstarken der AfD und die zu erwartenden Folgen

14.11.2025

Jugendsozialarbeit aktuell Nr. 241 / 2025

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Bildung

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Berufsbildungsbericht 2025

07.11.2025

Mit der Stellungnahme zum Berufsbildungsbericht 2025 reagiert der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit auf aktuelle Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt. Dem Bericht zufolge konnten 70.400 Jugendliche zum Ausbildungsjahr 2024 keine passende Ausbildungsstelle finden, während gleichzeitig 69.400 Ausbildungsplätze unbesetzt blieben, was die anhaltenden Passungsprobleme verdeutlicht. Immer mehr Betriebe ziehen sich aus der Ausbildung zurück, teilweise aufgrund fehlender geeigneter Bewerber*innen, was den Fachkräftemangel verschärft. Jeder fünfte Mensch zwischen 20 und 34 Jahren besitzt keinen Berufsabschluss, insgesamt 2,86 Millionen Personen. Aus Sicht des Kooperationsverbunds Jugendsozialarbeit muss als ein Teil zur Lösung dieser Passungsprobleme ein Übergangssystem zur Verfügung stehen, das eine inklusive, effektive, kontinuierliche und individuelle Begleitung anbieten kann, um allen jungen Menschen die Chance auf eine abgeschlossene Berufsausbildung zu ermöglichen. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass 26,3 % der Jugendlichen im Übergangssektor nach Meinung der sie begleitenden Fachkräfte sofort eine Ausbildung beginnen könnten, wenn es einen Ausbildungsplatz für sie gäbe. Weitere 36,4 % könnten dies tun, sofern sie dabei professionell begleitet werden.  

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Schulbezogene Jugendsozialarbeit

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Sprach- und Demokratieförderung in beruflichen Schulen

07.11.2025

Die Kultusministerkonferenz hat den Handlungsempfehlungen des Rats für den Pakt für berufliche Schulen zu den Themen Sprachförderung und Demokratiebildung zugestimmt. Ziel ist es, junge Menschen – unabhängig von Herkunft oder Bildungshintergrund – besser auf Ausbildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe vorzubereiten. Die Empfehlungen betonen die systematische Verankerung von Sprachförderung in allen Bildungsgängen sowie die Stärkung demokratischer Werte in Unterricht und Schulkultur. Lehrkräfte sollen gezielt für sprachsensiblen und demokratiefördernden Unterricht qualifiziert und durch Berufssprachteams unterstützt werden. Zudem wird empfohlen, Demokratiebildung als übergeordnetes Lernziel in den Bildungsplänen zu verankern und Schulen, Betriebe sowie Lernorte stärker zu vernetzen.

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Gesellschaftliche Entwicklungen

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Neuen Mitte-Studie 2024/2025 vorgestellt

07.11.2025

Die Studie „Die angespannte Mittel“ untersucht rechtsextreme, menschenfeindliche und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland und zeigt ein gespaltenes Bild der gesellschaftlichen Mitte. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass die Verbreitung dogmatischer und klar rechtsextremer Ideologien in der gesellschaftlichen Mitte zwar eingedämmt werden konnte, sich jedoch auf einem stabilen Niveau hält. Zwar teilen nur rund drei Prozent der Befragten ein geschlossen rechtsextremes Weltbild und die große Mehrheit lehnt rechtsextreme Positionen ab, doch rund ein Fünftel der Bevölkerung zeigt ambivalente Haltungen und Offenheit gegenüber antidemokratischen Orientierungen. Zudem wächst die Skepsis gegenüber der Leistungsfähigkeit und Gerechtigkeit der Demokratie. Leistungs- und Nützlichkeitsdenken wirken dabei als Brücke zu rechtsextremen und antidemokratischen Ideologien und werden durch autoritäre Erziehungsmuster verstärkt. Soziale Ungleichheiten, Bildungsunterschiede und regionale Faktoren beeinflussen das Vertrauen in die Demokratie erheblich, wobei besonders jüngere Männer häufiger rechtsextreme Einstellungen zeigen. Die Studie betont die Bedeutung politischer Bildung, sozialer Gerechtigkeit und zivilgesellschaftlicher Teilhabe als zentrale Ansätze zur Stärkung demokratischer Werte und zur Prävention von Extremismus.

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Arbeit

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Verbesserung der betriebliche Ausbildungskultur für die Generation Z

07.11.2025

Das Erasmus+ Projekt „Gen Z-Kult“ befasste sich mit den Herausforderungen der dualen Berufsausbildung im Kontext der veränderten Erwartungen der sogenannten Generation Z. Hintergrund sind zunehmende Passungsprobleme zwischen Betrieben und jungen Menschen, unbesetzte Ausbildungsstellen und hohe Vertragslösungsquoten. Die Studie zeigt, dass die Generation Z neben fairer Vergütung und Sicherheit vor allem Sinnstiftung, Selbstverwirklichung und Wertschätzung im Beruf sucht. Befragte Expert*innen betonen, dass viele Betriebe noch unzureichend auf diese veränderten Bedürfnisse reagieren und es häufig an Feedbackkultur, individueller Betreuung und flexiblen Arbeitsmodellen fehlt. Als Lösungsansätze werden eine wertschätzende Ausbildungskultur, Mentor*innenprogramme, eigenverantwortliche Projektarbeit sowie eine offene Kommunikation empfohlen. Insgesamt verdeutlicht das Projekt, dass die erfolgreiche Integration der Generation Z in die duale Ausbildung eine bewusste Anpassung betrieblicher Strukturen und Haltungen erfordert.

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Inklusion

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Wie inklusive Bildung an Schulen besser gelingen kann

07.11.2025

Der Abschlussbericht des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zur „Meta-Analyse – Inklusive Bildung an allgemeinbildenden Schulen“ beschreibt zentrale Strategien und Herausforderungen bei der Umsetzung inklusiver Schulbildung in Deutschland. Er zeigt, dass erfolgreiche Inklusion eine enge Kooperation von Lehrkräften, Schulleitungen, weiteren pädagogischen Fachkräften im und außerhalb des Systems Schule, Eltern sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte erfordert. Eine wichtige Voraussetzung ist die positive Haltung aller Beteiligten und ein gemeinsames Verständnis von Inklusion als komplexem, langfristigem Prozess. Praxisbeispiele verdeutlichen, dass multiprofessionelle Zusammenarbeit, Fortbildungen und Supervisionen sowohl die Lehrkräfte entlasten als auch die soziale Teilhabe der Schülerinnen und Schüler stärken können. Der Bericht empfiehlt, Doppelstrukturen von Förder- und Regelschulen abzubauen, verbindliche Umsetzungsstandards zu etablieren und Übergänge im Bildungssystem besser zu begleiten. Vergleiche mit Italien und Schweden zeigen dabei, dass klare bildungspolitische Rahmenbedingungen und ein Fokus auf Chancengleichheit entscheidende Faktoren für gelingende Inklusion sind.

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Gesellschaftliche Entwicklungen

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reKIS (rechtsextreme Einflussnahmen auf den Kinderschutz) – explorative Befragung der TH Köln

07.11.2025

Im Rahmen der Studie reKIS („rechtsextreme Einflussnahmen auf den Kinderschutz“) untersucht die Technische Hochschule Köln, in welchem Umfang extrem rechte Akteur*innen, Narrative und Diskurse in der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere im Kinderschutz, Einfluss nehmen. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Einflussnahmen auf die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe zu analysieren und mögliche Handlungsstrategien im Umgang damit zu identifizieren. Da bisher nur wenige empirische Erkenntnisse vorliegen, erfolgt eine erste bundesweite explorative Bestandsaufnahme. Grundlage bildet ein Fragebogen, der relevante Erfahrungen und Einschätzungen erfasst.
Angesprochen sind Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Jugendbildung sowie den Arbeitsfeldern Kinderschutz und Kinderrechte. Teilnehmen können Personen aus öffentlichen und freien Trägern, Fachorganisationen, Verbänden, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen.

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Gesellschaftliche Entwicklungen

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Gemeinsam Gesellschaft gestalten, für und mit allen jungen Menschen  

31.10.2025

Köln, den 31.10.2025: Angesichts der aktuellen „Stadtbild“-Debatte betont die Vorsitzende der LAG KJS NRW, Selina Säger: „Deutschland ist vielfältig. Und das ist gut so. Gesellschaftliche Zugehörigkeit ist nicht abhängig von Aussehen, Name oder Ausweis, sondern vom gemeinsamen Wunsch, in einer freien, offenen, gerechten und solidarischen Gesellschaft zu leben. Junge Menschen mit Migrationsgeschichte sind seit vielen Jahren nicht nur selbstverständlicher Teil unseres Stadtbildes, sondern ebenso Teil unserer Gesellschaft. Dabei stehen sie oft vor – meist strukturell bedingten – besonderen Herausforderungen: ungleiche Bildungschancen, Armutsgefährdung, beengte Wohnsituation, Erleben von Diskriminierung und Rassismus, unsichere Aufenthaltssituation. In unseren Einrichtungen, Maßnahmen und Angeboten erleben wir täglich, welche Energie, Kreativität und Verantwortung junge Menschen mit Migrationsgeschichte trotz dieser Herausforderungen entfalten. Sie lernen, arbeiten, engagieren sich – und gestalten so bereits heute die Zukunft unserer Gesellschaft mit. Pauschale Zuschreibungen werden dieser Realität nicht gerecht. Die Aufgabe von Politik und Gesellschaft ist es, Barrieren abzubauen, Chancen zu ermöglichen und Teilhabe zu sichern. Gemeinsam, für und mit allen jungen Menschen.“  

Mehrere Vertreter*innen von Sozialverbänden und Organisationen hatten ebenfalls gewarnt, dass eine solche Diskussion den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährde und Vorurteile fördere. Stattdessen seien politische Maßnahmen notwendig, die auf Begegnung, Dialog und gemeinschaftliches Handeln setzen. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte seien seit Jahrzehnten ein selbstverständlicher Teil deutscher Städte und Gesellschaften. Probleme sollten sachlich und respektvoll gelöst werden, um eine offene und solidarische Gesellschaft zu erhalten. 

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Jugendhilfe

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Junge Menschen in NRW am Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ beteiligen!

24.10.2025

Das kürzlich verabschiedete „Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG)“ sieht in § 3 ausdrücklich die Förderung von Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur sowie der Digitalisierung vor. In einem Positions- und Forderungspapier zum Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ begrüßen über 30 katholische Träger der außerschulischen Jugendbildung und Jugendsozialarbeit sowie die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Nordrhein-Westfalen, dass Schulen und Kindertageseinrichtungen angesichts ihrer hohen Investitionsbedarfe in den Plänen der Bundesregierung berücksichtigt werden. Ebenso notwendig sei jedoch, dass auch die Bildungsinfrastruktur für junge Menschen außerhalb des schulischen Rahmens gestärkt werde. Dafür braucht es nach Ansicht der Verfasser nachhaltige Strukturen in der non-formalen und informellen Jugendbildung. Als Träger entsprechender Angebote betreiben die beteiligten Organisationen Jugendbildungsstätten, Freizeit- und Begegnungseinrichtungen, Jugendwohnheime sowie vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote für junge Menschen im Übergang von Schule zu Beruf.

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Politische Bildung

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Stellungnahmen der Jugendverbände und G5 zur Anhörung im Landtag zur sog. Politischen Neutralität von Trägern und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

24.10.2025

In der Anhörung im Landtag NRW am 02.10.2025 anlässlich des AfD-Antrags zur „Wahrung der politischen Neutralität bei öffentlich geförderten Trägern der Kinder- und Jugendhilfe statt parteipolitischer Agitation“ unterstrichen die Vertreter*innen der Jugendverbände klar den demokratischen Auftrag der Jugendverbandsarbeit: So betonte der Landesjugendring NRW, dass Jugendverbände demokratisch legitimiert sind und Neutralität gegenüber antidemokratischen Positionen weder möglich noch geboten ist. Vielmehr seien Jugendverbände Orte politischer Bildung und Selbstwirksamkeit. In der Anhörung kritisierten zudem die freien Wohlfahrtsverbände die Debatte als „Scheindebatte“, die darauf ziele, kritische Stimmen einzuschüchtern. Der Arbeitskreis G5, in dem die landeszentralen Organisationen der Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit zusammengeschlossen sind, brachte sich zudem mit einer eigenen Stellungnahme ein.

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Gesundheit

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Bundesrats-Entschließung zur Abschaffung des begleiteten Trinkens

24.10.2025

Der Bundesrat warnt vor den erheblichen gesundheitlichen Risiken des Alkoholkonsums bei 14- und 15-Jährigen, da sich das Gehirn in dieser Entwicklungsphase in einer besonders sensiblen Reifung befindet. Früher Alkoholkonsum kann langfristig die Gehirnfunktionen beeinträchtigen und das Risiko für Suchtverhalten und Abhängigkeit erhöhen. Daher sieht der Bundesrat die derzeitige Ausnahmeregelung im Jugendschutzgesetz, die „begleitetes Trinken“ erlaubt, als widersprüchlich zu einem konsequenten Jugendschutz an. Er fordert in seiner Entschließung die Bundesregierung auf, diese Regelung zu streichen und damit den Erwerb und Konsum von Alkohol unter 16 Jahren grundsätzlich zu verbieten. Gleichzeitig soll eine umfassende Präventionsstrategie gegen jugendlichen Alkoholkonsum gemeinsam mit Fachgesellschaften entwickelt werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass frühe Alkoholerfahrungen und elterliche Duldung riskante Konsummuster fördern, während klare gesetzliche Altersgrenzen den besten Schutz bieten.

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Bildung

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Schulische Inklusion

24.10.2025

Das interdisziplinäres Forschungsprojekt INSIDE hat über fünf Jahre bundesweit untersucht, wie Inklusion an weiterführenden Schulen umgesetzt wird und welche Faktoren über ihren Erfolg entscheiden. Die Ergebnisse zeigen, dass inklusiver Unterricht vielerorts funktioniert, jedoch häufig an organisatorische und strukturelle Grenzen stößt. Besonders wichtig für das Gelingen sind eine enge Zusammenarbeit zwischen Regel- und Sonderpädagog*innen, gute Vorbereitung der Lehrkräfte und ein positives Schulklima. Lehrkräfte, die sich sicher im Umgang mit inklusivem Unterricht fühlen, nutzen digitale Medien gezielter zur individuellen Förderung. Die Studie belegt zudem einen Zusammenhang zwischen gelebter Inklusion und der Förderung demokratischer Werte in Schulen. Während alle Schüler*innen Lernfortschritte machen, bleibt die soziale Teilhabe von Kindern mit Förderbedarf häufig eingeschränkt – sie profitiert besonders von wertschätzenden Beziehungen zu Lehrkräften und unterstützenden Elternnetzwerken.

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Europa

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DiscoverEU 2026

24.10.2025

Die EU-Kommission vergibt auch in diesem Jahr 40.000 kostenlose DiscoverEU-Reisetickets für junge Europäer*innen. Bewerben können sich alle 18-Jährigen, die 2007 geboren wurden und in der EU oder bestimmten assoziierten Ländern wohnen. Die Bewerbungsphase läuft vom 30.10. bis 13.11.2025. Die Tickets sind ab März 2026 für 30 Tage gültig. DiscoverEU fördert auch die Teilnahme von Jugendlichen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen und bietet regelmäßig neue Bewerbungsrunden an.

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Arbeit

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Berufspraktikum in Großbritannien

24.10.2025

Auszubildende und Ausbildungsabsolvent*innen in NRW können mit nrw:exchange zwei- bis vierwöchige Praktika in Großbritannien absolvieren – u.a. mit finanzieller Unterstützung und Versicherungsschutz. nrw:exchange ermöglicht Stipendien für Praktika und Berufsschulkurse in Großbritannien. Stipendiat*innen mit Förderbedarf können ggfs. auslandsbedingte Mehrkosten erhalten.

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Wahlen

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NRW: Gesetzentwurf zur Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahren für Landtagswahlen

24.10.2025

Die NRW-Landtagsfraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP haben gemeinsam einen Gesetzentwurf zur Änderung der Landesverfassung eingebracht. Ziel ist es, Jugendlichen ab 16 Jahren künftig die Teilnahme an Landtagswahlen zu ermöglichen – bislang liegt das Mindestalter bei 18 Jahren. Bereits bei der Landtagswahl 2027 soll das Wählen ab 16 Jahren möglich sein. Junge Menschen hätten großes Interesse an Politik und wollten aktiv an demokratischen Entscheidungsprozessen teilhaben, heißt es in dem Entwurf. Zudem sei es wichtig, die politische Bildung zu stärken und Jugendliche frühzeitig an demokratische Verantwortung heranzuführen. Der Gesetzentwurf wurde zur weiteren Beratung an den Hauptausschuss überwiesen.

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Gesundheit

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Stellungnahme zum Tag der psychischen Gesundheit

10.10.2025

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit macht zum heutigen Welttag der psychischen Gesundheit auf die zunehmende psychische Belastung junger Menschen aufmerksam, insbesondere solcher mit schwierigen Startbedingungen wie Armut, Bildungsbenachteiligung oder Fluchterfahrung. Psychische Stabilität sei eine zentrale Voraussetzung für Bildungserfolg, berufliche Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Der Kooperationsverbund fordert die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur Förderung der mentalen Gesundheit junger Menschen konsequent umzusetzen – darunter Prävention, Früherkennung, bessere Vernetzung von Bildung, Jugendhilfe und Gesundheit sowie flächendeckende Unterstützungsangebote. Jugendsozialarbeit leiste dabei einen wesentlichen Beitrag, indem sie Jugendlichen im Alltag Halt, Orientierung und Zugang zu weiteren Hilfen bietet. Dafür sei insbesondere eine starke, vernetzte und bedarfsgerechte Jugendsozialarbeit notwendig, die Prävention und psychische Gesundheit fest in ihren Strukturen verankert.

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