Jugendhilfe

Die Kinder- und Jugendhilfe soll junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern. Sie soll dazu beizutragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen. Diese Grundsätze und Ziele legt § 1 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG/SGB VIII) fest. Manche jungen Menschen sind wegen sozialer Benachteiligung oder individuellen Beeinträchtigungen im erhöhten Maße auf Unterstützung angewiesen. Ihnen garantiert § 13 SGB VIII sozialpädagogische Hilfen (Abs. 1), sozialpädagogisch begleitete Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen (Abs. 2) und die Unterkunft in sozialpädagogisch begleiteten Wohnformen (Abs. 3). Das ist der rechtliche Rahmen der Jugendsozialarbeit als eines Teilgebietes der Kinder- und Jugendhilfe. Die „Hilfen zur Erziehung“ gehören zwar nicht zur Jugendsozialarbeit, aber der entsprechende Passus in § 27 fordert, dass jungen Menschen bei Bedarf Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen angeboten werden, und bezieht sich dabei wiederum auf § 13. Die Angebote der Jugendsozialarbeit sollen mit den Maßnahmen der Schulverwaltung, der Bundesagentur für Arbeit, Trägern der betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildung sowie Trägern von Beschäftigungsangeboten vor Ort abgestimmt werden.

Die Kinder- und Jugendhilfe entwickelt sich kontinuierlich weiter – zum einen durch eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeit, indem sie Impulse gibt und Initiativen ergreift; zum anderen durch Herausforderungen und Anfragen aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Aktuelle Querschnittsthemen wie Inklusion, Partizipation, Kinderschutz oder der Ausbau von Ganztagsschulen und vieles andere zählen dazu. Auch die Jugendsozialarbeit im engeren Sinne ist an diesen Entwicklungen beteiligt und verhält sich dazu.

Interessante aktuelle Trends und Perspektiven aus der Kinder- und Jugendhilfe tragen wir an dieser Stelle für Sie zusammen.

Jugendberufshilfe

Teaser I

JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit

14.01.2022

Von Mitte 2022 bis 2027 unterstützt das Programm „JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit“ Kommunen dabei, Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis einschließlich 26 Jahren durchzuführen, die noch nicht zu einer eigenständigen Lebensführung in der Lage sind oder von Wohnungslosigkeit bedroht bzw. betroffen sind. Im Rahmen des Vorhabens werden vier methodische Bausteine durch das Bundesprogramm gefördert, auf deren Grundlage die Kommunen für die jeweilige Zielgruppe bedarfsgerechte Projekte konzipieren und umsetzen können: Case Management, aufsuchende Jugendsozialarbeit, niedrigschwellige Beratung/Clearing und Erprobung neuer Wohnformen. Die örtliche Jugendhilfe steuert bzw. koordiniert das Vorhaben und arbeitet rechtskreisübergreifend mit freien Jugendhilfeträgern, Jobcentern, Agenturen für Arbeit und weiteren Kooperationspartnern zusammen.

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Jugendhilfe

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10.02.2022: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche - Perspektiven der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe (online)

14.01.2022

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche sind vielfältig und haben Einfluss auf das soziale Verhalten, die Entwicklung sowie auf die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus. Was bedeutet dies aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe, welche Herausforderungen ergeben sich daraus und welchen Einfluss hat das auf die zukünftige Ausgestaltung der Hilfen und Angebote? Der Paritätische bietet für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe eine Fachveranstaltung an, in der aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis der Blick auf diese Fragen geworfen werden.

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