Neue Studie: Mehrheit der Bevölkerung erkennt Rassismus in Deutschland an

Rassismuskritik

Eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) zeigt, wie die Bevölkerung in Deutschland Rassismus wahrnimmt und dessen gesellschaftliche Verbreitung einschätzt. Grundlage der Ende Oktober 2026 veröffentlichten Studie ist eine repräsentative Befragung von 8.171 Personen im Rahmen des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa). Rund 72 Prozent der Befragten erkennen Rassismus als gesellschaftliche Realität an, während 63 Prozent auch unbeabsichtigtes rassistisches Verhalten für möglich halten. Deutlich geringer fällt die Zustimmung bei der Wahrnehmung von Rassismus in Behörden (41 Prozent) und in gesellschaftlichen Strukturen insgesamt (38 Prozent) aus. Unterschiede zeigen sich insbesondere zwischen rassistisch markierten und nicht rassistisch markierten Personen sowie zwischen Frauen und Männern. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Rassismus zwar grundsätzlich anerkannt wird, seine institutionellen und gesellschaftlichen Erscheinungsformen jedoch unterschiedlich wahrgenommen werden, was insbesondere für die Migrationssozialarbeit von Bedeutung ist.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
https://www.dezim-institut.de/publikationen/rassismus-in-deutschland/

 

Quelle: Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung

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