Klimagerechtigkeit sozialräumlich gestalten

Nachhaltigkeit

Die Studie „Sozialräumliche Klimagerechtigkeit“ untersucht, wie Wissen, Kompetenzen und praktische Handlungsweisen im Umgang mit Klimafolgen in sozial benachteiligten Quartieren verteilt sind. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass sich soziale Ungleichheit und klimatische Belastungen räumlich überlagern und dadurch spezifische Benachteiligungen entstehen. Auf Basis einer standardisierten Befragung in sechs sozial segregierten Quartieren in Nordrhein-Westfalen werden Unterschiede zwischen post-industriell und funktional geprägten Quartieren sowie zwischen Groß-, Mittel- und Kleinstädten analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Klimabelastungen zwar überall wahrgenommen werden, sich jedoch deutliche Unterschiede in Problembewusstsein, Wissen und Handlungskompetenz ergeben. Wissen, Kompetenz und praktisches Handeln stehen in einem sich gegenseitig verstärkenden Zusammenhang, wobei nachbarschaftlicher Zusammenhalt und Vertrauen in staatliche Institutionen eine zentrale Rolle spielen. Die Studie empfiehlt daher, Klimaanpassung sozialräumlich auszurichten, bestehende Quartiersstrukturen einzubeziehen und Klima-, Sozial- und Stadtentwicklungspolitik – insbesondere in Nordrhein-Westfalen – stärker miteinander zu verzahnen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung unter:
https://www.inwis.de/ueber-uns/publikationen/publikation/inwis-berichte-39-sozialraeumliche-klimagerechtigkeit

 

Quelle: Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung.

 

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