Paritätischer: Sozialstaat reformieren ohne Benachteiligte zu belasten

Jugendhilfe

Der Paritätischer Gesamtverband hat 37 Vorschläge vorgestellt, mit denen der Sozialstaat effizienter gestaltet und langfristig finanziell abgesichert werden kann, ohne soziale Leistungen zu kürzen. Anlass ist eine Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Kommunen, die Einsparmöglichkeiten im Sozialbereich prüft, bislang jedoch ohne Beteiligung der Wohlfahrtsverbände. Der Verband sieht großes Einsparpotenzial vor allem im Abbau von Bürokratie, etwa durch die Zusammenlegung von Verwaltungsstrukturen, vereinfachte Förderverfahren und eine stärkere Digitalisierung. Auch Leistungen wie das Bildungs- und Teilhabepaket sollen einfacher zugänglich werden, beispielsweise durch pauschale Auszahlungen statt aufwendiger Antragsverfahren. Darüber hinaus fordert der Verband verstärkte Investitionen in Prävention, Frühförderung, Gesundheitsvorsorge und Armutsbekämpfung, um spätere und deutlich höhere Folgekosten zu vermeiden. Für die Pflegeversicherung schlägt er strukturelle Reformen und zusätzliche Finanzierungsquellen vor, um drohende Defizite ohne Leistungseinschränkungen auszugleichen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Paritätischen unter:
https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/vorschlaege-sozialstaat-reformieren-ohne-benachteiligte-zu-belasten/

 

Quelle: Paritätischer Gesamtverband

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