Künstliche Intelligenz prägt zunehmend den schulischen Alltag, wobei insbesondere generative Systeme von Schüler*innen selbstverständlich für Recherche und Aufgabenbearbeitung genutzt werden. Eine Studie der Universität Tübingen zeigt jedoch, dass ihr Einsatz pädagogisch ambivalent ist. Zwar ermöglicht KI individuelles Feedback und kann Lernprozesse effizient unterstützen, doch wird sie häufig als schneller Problemlöser genutzt. Dadurch besteht die Gefahr, dass Lernende Inhalte nur oberflächlich verstehen, weniger eigenständig arbeiten und wichtige Kompetenzen nicht ausreichend entwickeln. Besonders kritisch ist, dass viele KI-Anwendungen nicht speziell für Bildungszwecke konzipiert wurden und kognitive Prozesse wie Planen und Reflektieren auslagern können. Entscheidend ist daher, KI so in Schule zu integrieren, dass sie selbstreguliertes Lernen stärkt und nachhaltigen Kompetenzerwerb fördert, statt lediglich kurzfristige Leistungssteigerungen zu ermöglichen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Vodafone Stiftung unter:
https://www.vodafone-stiftung.de/ki-in-der-bildung-abhaengigkeit-zu-handlungsfaehigkeit/
Quelle: Vodafone Stiftung