Sehr geehrte Leser*innen,
„die Wohnkrise ist da“, stellen vor wenigen Wochen Heinze/ Kurtenbach in ihrem gleichnamigen Buch „Die Wohnkrise“ fest. Diese Krise ist mehr ist als ein Mangel an Wohnraum; sie bedroht die Demokratie und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Wohnen ist ein Grundrecht, bedeutet Sicherheit und ist die Basis für die eigene Lebensplanung. Gleichzeitig fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Junge Menschen mit geringem Einkommen, Ausbildungsvergütung oder Transferleistungen haben auf dem freien Markt kaum eine Chance. Ein fremd klingender Name, ein unsicherer Aufenthaltsstatus oder fehlende Bonitätsnachweise reichen oft, um aussortiert zu werden. Wer kein Zuhause hat, kann sich kaum auf Schule, Ausbildung oder Beruf konzentrieren und schon gar nicht ein eigenständiges Leben aufbauen. Heinze/ Kurtenbach zeigen aber auch Auswege aus der Wohnkrise auf: Es braucht das Zusammenwirken unterschiedlicher Partner, positive Szenarien, Fehlertoleranz und Offenheit. Dabei dürfen wir uns nicht von der Komplexität der Herausforderungen beeinflussen lassen. Und es braucht langfristiges Denken und Handeln, dass weit über Legislaturperioden hinausgeht.
Deshalb appelliere ich an die Landesregierung: Stärken Sie den sozialen Wohnungsbau in NRW, fördern Sie Bau und Bindung, beziehen Sie gesellschaftliche Gruppen ein und berücksichtigen Sie besonders die Bedarfe junger Menschen.
Mit welchen konkreten Themen der Wohnkrise die Berater*innen der Jugendmigrationsdienste (JMD) in ihrer täglichen Praxis konfrontiert sind, erfahren sie in dieser Ausgabe.
Stefan Ewers
Geschäftsführer
Den gesamten Artikel erhalten Sie im Anhang.
Quelle: Christine Müller (LAG KJS NRW)