Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit reagiert mit einer Stellungnahme auf den Berufsbildungsbericht 2026 und fordert angesichts der aktuellen Entwicklungen eine gezielte Stärkung der Jugendberufsagenturen. Obwohl die Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen leicht gesunken ist, zeigt der Bericht eine deutliche Schieflage: Die Nachfrage junger Menschen nach Ausbildungsplätzen übersteigt erneut das Angebot, sodass 84.400 Jugendliche ohne Perspektive bleiben. Gleichzeitig bestehen strukturelle Passungsprobleme zwischen angebotenen Ausbildungsplätzen, den Qualifikationen oder Interessen der Jugendlichen. Hiervon sind insbesondere benachteiligte junge Menschen betroffen. Jugendberufsagenturen übernehmen dabei eine Schlüsselrolle, indem sie Arbeitsagenturen, Jobcenter und Jugendhilfe vernetzen, individuelle Begleitung ermöglichen und Übergänge in Ausbildung besser koordinieren. Um ihre Wirksamkeit zu sichern, fordert der Kooperationsverbund eine verbindliche gesetzliche Verankerung, ausreichende Finanzierung, qualifiziertes Personal sowie eine stärkere Einbindung von Kammern und Sozialpartnern.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Kooperationsverbunds Jugendsozialarbeit unter:
https://jugendsozialarbeit.de/veroeffentlichungen/positionen-und-stellungnahmen/stellungnahmen-2026/berufsbildungsbericht-2026/
Quelle: Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit