Jugendhilfe

Die Kinder- und Jugendhilfe soll junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern. Sie soll dazu beizutragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen. Diese Grundsätze und Ziele legt § 1 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG/SGB VIII) fest. Manche jungen Menschen sind wegen sozialer Benachteiligung oder individuellen Beeinträchtigungen im erhöhten Maße auf Unterstützung angewiesen. Ihnen garantiert § 13 SGB VIII sozialpädagogische Hilfen (Abs. 1), sozialpädagogisch begleitete Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen (Abs. 2) und die Unterkunft in sozialpädagogisch begleiteten Wohnformen (Abs. 3). Das ist der rechtliche Rahmen der Jugendsozialarbeit als eines Teilgebietes der Kinder- und Jugendhilfe. Die „Hilfen zur Erziehung“ gehören zwar nicht zur Jugendsozialarbeit, aber der entsprechende Passus in § 27 fordert, dass jungen Menschen bei Bedarf Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen angeboten werden, und bezieht sich dabei wiederum auf § 13. Die Angebote der Jugendsozialarbeit sollen mit den Maßnahmen der Schulverwaltung, der Bundesagentur für Arbeit, Trägern der betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildung sowie Trägern von Beschäftigungsangeboten vor Ort abgestimmt werden.

Die Kinder- und Jugendhilfe entwickelt sich kontinuierlich weiter – zum einen durch eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeit, indem sie Impulse gibt und Initiativen ergreift; zum anderen durch Herausforderungen und Anfragen aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Aktuelle Querschnittsthemen wie Inklusion, Partizipation, Kinderschutz oder der Ausbau von Ganztagsschulen und vieles andere zählen dazu. Auch die Jugendsozialarbeit im engeren Sinne ist an diesen Entwicklungen beteiligt und verhält sich dazu.

Interessante aktuelle Trends und Perspektiven aus der Kinder- und Jugendhilfe tragen wir an dieser Stelle für Sie zusammen.

Jugendwohnen

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31.10.2019: Geldleistungen und Kostenheranziehung in der Kinder- und Jugendhilfe

04.10.2019

Wenn junge Menschen, die über die Jugendhilfe untergebracht sind, erstes Geld verdienen, stellen sich häufig viele Fragen. Gerade die Beteiligung an den Kosten der Heimerziehung empfinden viele Jugendliche als ungerecht, da sie in der Regel nur 25 Prozent ihres Einkommens behalten dürfen. Sind Jugendliche in jedem Fall an den Kosten ihrer Unterbringung zu beteiligen? Welche Möglichkeiten der Befreiung von der Kostenheranziehung gibt es? Und was passiert, wenn die Jugendhilfe endet? Wie können Finanzierungslücken verhindert werden? Diese und weitere Fragen sind Gegenstand der Fortbildung des Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. (BRJ). Es werden die verschiedenen Systeme zur Gewährung von Geldsozialleistungen dargestellt und Wege zur Durchsetzung aufgezeigt.

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SGB VIII-Reform

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Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes: Aufruf an Fachkräfte zur Teilnahme an der standardisierten Befragung

27.09.2019

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  hat die Möglichkeit eröffnet, die Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) durch den Dialogprozess „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ zu begleiten und mitzugestalten. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Dialogprozesses soll nun die Perspektive von Fachkräften im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe erfasst und systematisch hinsichtlich möglicher Reformbedarfe ausgewertet werden. Bis 4. Oktober können Fachkräfte die standardisierten Fragen online beantworten.

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Jugendhilfe

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„In gemeinsamer Verantwortung – Jobcenter und Jugendhilfe fördern zusammen schwer zu erreichende junge Menschen“

27.09.2019

Wie kann eine gute rechtskreisübergreifende Förderung schwer erreichbarer junger Menschen gelingen? Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit ist davon überzeugt, dass für eine nachhaltige Förderung dieser Jugendlichen die Grundsätze und Rahmenbedingungen der Jugendhilfe gebraucht werden, selbst dann, wenn das SGB II im § 16h die Förderung (mit) übernimmt. Wie eine gemeinsame Förderung durch Jobcenter und Jugendhilfe aussehen kann, hat der Paritätische im Rahmen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit in seiner  Broschüre anhand von sieben Praxisbeispielen dargestellt.

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Jugendhilfe

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Update Jugendarmut 2019

27.09.2019

Keine Altersgruppe ist stärker von Armut betroffen als die der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. An dieser skandalösen Situation ändert sich seit Jahren nichts. Immer noch sind ein Fünftel aller Jugendlichen und ein Viertel aller jungen Erwachsenen bis 25 Jahren von Armut bedroht. Diese Zahlen bestätigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) hat nun in ihrem 'Update Jugendarmut 2019' aktuelle Zahlen und Fakten zusammengefasst und Lösungswege formuliert.

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Jugendhilfe

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„Du bist gefragt“ - Selbstevaluationstool

13.09.2019

Das DJI hat ein Selbstevaluationstool entwickelt, damit Einrichtungen und Organisationen erfahren, wie sicher und verstanden sich Jugendliche in den jeweiligen Institutionen fühlen. Die Befragung erfolgt anonym und lässt keine Rückverfolgung einzelner Rückmeldungen zu. Die Ergebnisse sollen zum einen der Bestandsaufnahme, zum anderen der Weiterentwicklung von Schutzmaßnahmen gegen sexuelle Gewalt inner- und außerhalb der Einrichtung dienen. Das Tool steht Organisationen und Einrichtungen kostenlos zur Verfügung.

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Prävention

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DJI-Abschlussreport zum Stand der Prävention in Bereich Bildung, Erziehung, Gesundheit und Freizeit

06.09.2019

Obwohl viele Institutionen den Schutz vor sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen verbessert haben, fehlen oft noch umfassende Schutzkonzepte. So lautet eines der zentralen Ergebnisse des Reports, den das Deutsche Jugendinstitut (DJI) als Abschluss des Monitorings zum Stand der Entwicklung von Schutzkonzepten gegen sexuelle Gewalt in Einrichtungen und Organisationen in Deutschland veröffentlicht hat. Dafür wurden zwischen 2015 und 2018 im Auftrag des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) Leitungen und Fachkräfte in fast 5.000 Einrichtungen im Bildungs-, Erziehungs-, Gesundheits- und Freizeitbereich befragt, welche Schutz- und Hilfeangebote sie einsetzen und auf welche Schwierigkeiten sie bei der Umsetzung stoßen. Auch wenn sich insgesamt die Situation im Vergleich zum Beginn der Erhebung verbessert habe, so die Studie, sei die Entwicklung in den einzelnen Handlungsfeldern sehr unterschiedlich. Prävention und Intervention bei sexueller Gewalt gelinge vor allem dort, wo es entsprechende Rahmenbedingungen und gesetzliche Verpflichtungen gibt wie in Kitas oder anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Aber auch hier gebe es flächendeckend noch keine umfassenden Schutzkonzepte.

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Jugendhilfe

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Rassismuskritik in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit

30.08.2019

jugendsozialarbeit aktuell Nr. 178 / 2019

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Jugendhilfe

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Beschwerdeverfahren für junge Menschen in Jugendhilfe und Schule - Überflüssiger Mehraufwand oder pädagogische Notwendigkeit?

12.07.2019

Funktionierende Beschwerdeverfahren bieten die Möglichkeit, die Qualität der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Doch nicht alle pädagogischen Fachkräfte stehen einem leicht zugänglichen formellen Beschwerdeverfahren offen gegenüber. Einige haben die Sorge, dass Beschwerdeverfahren auch missbräuchlich genutzt werden könnten, andere wiederum sind unsicher, welche Konsequenzen sich für sie und ihre Arbeit daraus erwachsenen können. Zugleich ist vielen häufig nicht klar, worin der konkrete Nutzen eines geregelten Beschwerdeverfahrens bestehen soll. Ein Fachbeitrag der Landeskooperationsstelle Schule – Jugendhilfe, Potsdam, ordnet das Beschwerdeverfahren in den Kontext der pädagogischen Arbeit insgesamt ein und diskutiert gesetzliche Grundlagen sowie mögliche Umsetzungsformen von Beschwerdeverfahren in (der Kooperation von) Schule und Jugendhilfe.

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Jugendhilfe

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Digitalisierung in der Sozialen Arbeit

12.07.2019

Dass sich die Soziale Arbeit deutlich stärker mit der Digitalisierung auseinandersetzen muss, wird von vielen Seiten gefordert. Wenn es jedoch um die direkte Zusammenarbeit von Fachkräften und Adressaten geht, äußern sich viele Fachleute eher verhalten dazu. Was die Gründe dafür sind und welche Auswege denkbar sind, erörtert ein Artikel des Sozialmagazins.

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Jugendhilfe

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08.11.2019: Critical Whiteness, Powersharing und Empowerment in der Jugend(sozial)arbeit

08.07.2019

Was bedeutet es konkret für Fachkräfte und Einrichtungen der Sozialen Arbeit, die eigene machtvolle Positionierung zu verändern, Privilegien zu teilen, Zugänge zu Ressourcen zu öffnen und die Zielgruppen und Mitarbeiter*innen derart zu empowern, dass sie eigene Bedürfnisse artikulieren können und gehört/ernst genommen werden? Die Tagung, die die LAG KJS NRW in Kooperation mit der TH Köln und dem LVR Landesjugendamt veranstaltet wird, widmet sich explizit den Perspektiven von Critical Whiteness/Powersharing bzw. des Empowerments und bietet in teils gemeinsamen, teils getrennten (safer space) Räumen Diskussionsmöglichkeiten in Hinblick auf eine Weiterentwicklung der Jugend(sozial)arbeit.

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