Deutscher Qualifikationsrahmen

Schulsysteme und Formen der Berufsausbildung unterscheiden sich europaweit stark voneinander, ja teilweise sogar innerhalb der einzelnen Bundesländer. Ein gemeinsamer europäischer Markt, auf dem Menschen beruflich immer mobiler werden, braucht aber Instrumente, die Kenntnisse und Fähigkeiten beschreiben und vergleichbar machen. Ein solches Instrument ist der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR). Er soll sowohl die Orientierung im deutschen Bildungssystem erleichtern als auch zur Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen in Europa beitragen. Dazu definiert er acht Niveaus, die den acht Niveaus des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zugeordnet werden können. Auf diesen acht Niveaustufen werden die Fachkompetenz (Wissen und Fertigkeiten) und die personale Kompetenz (Sozialkompetenz und Selbständigkeit) beschrieben, die in der allgemeinen, der Hochschul- und der Berufsbildung erworben werden können.

Allerdings sind hier aus Sicht der Jugendsozialarbeit die nonformalen und die informellen Kompetenzen nur unzureichend berücksichtigt. Es sind gerade jene „soft skills“, die beim nonformalen Lernen in den Angeboten der Jugendsozialarbeit und auch beim informellen Lernen durch Auseinandersetzung in der Peergroup erworben werden. Die Jugendsozialarbeit setzt sich daher seit Jahren dafür ein, dass der DQR im Rahmen des lebenslangen und -begleitenden Lernens alle Bereiche umfasst und neben beruflichen Fähigkeiten auch den Erwerb und Ausbau sozialer Kompetenzen berücksichtigt.

Was sich in diesem Bereich tut, erfahren Sie hier.

KAoA

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Kompetenzfeststellung - Verfahren und Instrumente

21.10.2016

Im Rahmen der Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen werden immer wieder auch Kompetenzfeststellungsverfahren eingesetzt. Mittlerweile gibt es eine große Vielfalt unterschiedlicher Verfahren und Instrumente der Kompetenzfeststellung für die verschiedenen Zielgruppen. Carolin Kunert vom BIBB beschreibt in ihrem Beitrag, wie sich Kompetenzfeststellungsverfahren im Übergang Schule-Beruf in den vergangenen Jahren entwickelt haben und welche Instrumente heute eingesetzt werden.

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Kompetenzen junger Menschen anerkennen – den Berufseinstieg fördern

01.07.2016

Junge  Menschen, die im Übergang Schule – Beruf z. B. von der Jugendsozialarbeit gefördert werden oder die  an außerschulischen  Aktivitäten teilnehmen, erwerben Kompetenzen sowohl in non-formalen als auch in informellen Kontexten. Sie haben Erfahrungen gemacht, die zur (generellen  Befähigung  für eine) Berufsausübung beitragen können; dazu müssen diese Kompetenzen allerdings sichtbar gemacht und in der  beruflichen  Bildung bzw. auf  dem Arbeitsmarkt anerkennbar  und  auch anrechenbar werden. Eine organisationsübergreifende Projektgruppe („PINK“ - Projektgruppe informelle und non-formale Kompetenzen) hat nun als fachlichen Impuls zur Weiterentwicklung des Deutschen Qualifikationsrahmens ein Eckpunktepapier zur Anerkennung von non-formal und informell erworbenen Kompetenzen junger Menschen auf dem Weg in den Beruf herausgegeben.

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Bundesweites Anerkennungssystem für Kompetenzen gefordert

08.04.2016

Drei von vier Berufsbildungsexpertinnen und -experten, die im Rahmen eines Monitors des BIBB in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung befragt wurden, wünschen sich eine stärkere Anerkennung individueller Lernergebnisse, die außerhalb von Schule, Ausbildung oder Hochschule erworben werden. Sie plädieren auch für ein deutschlandweit einheitliches Anerkennungssystem informell und non-formal erworbener Kompetenzen. Vor allem An- und Ungelernte verfügen meist über keine formale Qualifikationsnachweise, dafür aber oftmals über Fachkenntnisse und jahrelange Erfahrung.

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