Appell anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus am 21.03.2026 

Rassismuskritik

Jedes Jahr am 21. März wird der Internationale Tag gegen Rassismus begangen. Er erinnert an das Massaker von Sharpeville (Südafrika) im Jahr 1960, bei dem friedliche Demonstrierende gegen Apartheid von der Polizei erschossen wurden. Der Tag mahnt uns, Rassismus in all seinen Formen zu erkennen, dagegen einzutreten und eine Gesellschaft der Vielfalt und Gleichberechtigung zu fördern.

Rassismus ist für viele junge Menschen alltägliche Lebensrealität - in einer Lebensphase, die entscheidend ist für ihre persönliche, schulische und berufliche Entwicklung. Rassismus prägt ihren Alltag: Sie erleben, dass sie weniger ernst genommen und schneller ausgeschlossen werden oder ihnen weniger zugetraut wird. Das beeinflusst ihre Chancen und hinterlässt Spuren im Selbstbild, im Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit und im Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen. 

Rassismus zeigt sich dabei nicht nur in offenen Beleidigungen oder Übergriffen. Er wirkt auch subtil, wiederholt und strukturell und wirkt auch dort, wo keine diskriminierende Absicht besteht. Er führt zu Ausgrenzung und zu sozialer Ungleichheit.

Auch hier setzen sich die Träger und Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen für eine Gesellschaft ein, die von Respekt, Anerkennung und Vielfalt geprägt ist. In ihrer Arbeit fördern sie einen selbstreflexiven Umgang mit Rassismus. Dazu gehört auch, Fachkräfte dabei zu unterstützen, rassismuskritische Kompetenzen in Bildungs-, Ausbildungs- und Beratungszusammenhängen sowie in Teams und Organisationen auszubauen. 

So stärken sie junge Menschen darin, ihre Erlebnisse einzuordnen, ihre eigenen Rechte kennenzulernen, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, und fördern so ihre Selbstwirksamkeit. Gleichzeitig weisen sie auf strukturellen Rassismus hin und setzen sich für rassismus- und diskriminierungskritische Strukturen ein. 

Wir appellieren: Um jungen Menschen ein selbstbestimmtes und chancengerechtes Aufwachsen zu ermöglichen, ist jede*r Einzelne aufgefordert, sich gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Politisch Verantwortliche rufen wir dazu auf, strukturelle Diskriminierung abzubauen und gegen Rassismus gesamtgesellschaftlich vorzugehen.

 

Köln, den 20.03.2026  

LAG Katholische Jugendsozialarbeit NRW 
 

 

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