Rechtliches (SGB II/SGB III)

Während die Kinder- und Jugendhilfe als achtes Buch des Sozialgesetzbuchs unmittelbar auf junge Menschen ausgerichtet ist, gibt es auch in den anderen Teilen des SGB viele Regelungen, die Lebensbereiche von Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen berühren. Etwa dort, wo es um die berufliche oder gesellschaftliche Teilhabe geht.

Sie stehen allerdings oft unverbunden nebeneinander, manchmal behindern sie einander sogar. Für die Zielgruppe der Jugendsozialarbeit sind neben dem SGB VIII vor allem das SGB II (Grundsicherung) und das SGB III (Arbeitsförderung) von Bedeutung. Für junge Menschen mit Behinderungen kommen außerdem Regelungen im SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen) in Betracht, hier besonders die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (§§ 33 ff. SGB IX).

Nachfolgend lesen Sie Meldungen über Entwicklungen, Perspektiven und Umsetzung der einzelnen relevanten Rechtsfragen.

Junge Flüchtlinge

Teaser I

Noch viele Hürden sind zu überwinden

11.12.2015

Das seit 2014 laufende und im Rechtskreis SGB III angesiedelte Modellprojekt „Early Intervention“ fördert die frühzeitigen Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern, die zum einen relativ gut qualifiziert sind als auch eine hohe Bleibewahrscheinlichkeit haben. Im Rahmen der Begleitforschung hat nun das IAB Ergebnisse veröffentlicht. Danach zeigen sich selbst für die Gruppe der relativ gut qualifizierten Projektteilnehmer große Hürden auf dem Weg zu einer Beschäftigung. Neben einer mangelhaften Ausstattung mit Deutschkursen, durch die ein zügiger Übergang in Qualifikationsmaßnahmen behindert wird, ist die Betreuung der Asylsuchenden innerhalb der bestehenden Rechtskreislogik unzureichend. Gefordert werden rechtskreisübergreifende Spezialistenteams, in denen man unterschiedliche Kompetenzen beider Rechtskreise im Sinne einer individuellen Beratung und Betreuung des Personenkreises mit sehr heterogenen Problemlagen bündelt. Diese Teams sollten zusätzlich durch externes Expertenwissen ergänzt werden.

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Arbeit

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Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen neue Chancen erschließen

26.11.2015

jugendsozialarbeit aktuell Nr. 138 / 2015

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Junge Flüchtlinge

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Übersicht Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Leistungen des SGB II und III etc.

19.11.2015

Die Arbeitsagentur Osnabrück und der Caritasverband für die Diözese Osnabrück haben eine Übersicht erarbeitet, in der für alle Migrant/innengruppen der Zugang zum Arbeitsmarkt, zu den Leistungen des SGB II und III zur Arbeitsmarktintegration, zu Sozialleistungen, zur Lebensunterhaltssicherung und zu Sprachkursen erläutert wird. Stand: 05.11.2015.

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Jugendhilfe

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Unterstützung am Übergang Schule - Beruf

30.10.2015

Wenn die Kooperation von Arbeitsagenturen, Jobcenter und Träger der Jugendhilfe nicht gut gelingt, ist das Risiko sehr hoch, dass Jugendliche durch das System fallen. Daher hat der Deutsche Verein Empfehlungen für eine gelingende Zusammenarbeit an den Schnittstellen der Rechtskreise SGB II, SGB III und SGB VIII veröffentlicht. Darin sind Bedingungen einer gelingenden Zusammenarbeit aufgezeigt, ohne ein einheitliches Modell vorzugeben.

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Junge Flüchtlinge

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Flüchtlinge sollen mehr Unterstützung in der Berufsausbildung erhalten

21.08.2015

Laut eines Gesetzentwurfs des Arbeitsministeriums sollen junge Menschen bei einer Berufsausbildung im Betrieb künftig früher und besser unterstützt werden können. So sollen Geduldete ab 1. Januar 2016 nach einer Voraufenthaltsdauer von 15 Monaten Zugang zu verschiedenen ausbildungsfördernden Leistungen, wie BAB, Assistierte Ausbildung, BAföG, abH erhalten. Das Bundeskabinett hat diesem Entwurf bereits zugestimmt.

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Rechtliches-SGB2-SGB3

10.08.2015: Sozialrechtliche Ansprüche Unter-25-Jähriger

Fortbildung in Wuppertal

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Rechtliches-SGB2-SGB3

Assistierte Ausbildung: Noch nicht der große Wurf

In einem Artikel zur Einführung der Assistierten Ausbildung als Instrument des SGB III kritisiert Birgit Beierling vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, dass in dem dafür vorgesehenen Fachkonzept die Chance auf einen bedarfsgerechten Zugang zur Förderung und eine bedarfsgerechte Ausprägung der Leistung für alle jungen Menschen und die ausbildenden Betriebe vertan wurde. Sie weist u.a. auf die Schwierigkeiten hin, dass eine am Einzelfall orientierte Förderung, wie sie bspw. für junge Menschen mit Behinderungen erforderlich wäre, nicht möglich ist und dass im ländlichen Raum zahlenmäßig ein nur sehr kleines Angebot mit Blick auf Alternativen zum Face-to-face-Begleiten und -Lernen vorgesehen ist.

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Rechtliches-SGB2-SGB3

Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit kritisiert reduzierte Verpflichtungsermächtigungen des Bundes

Obwohl im letzten Ausbildungsjahr wieder vermehrt junge Menschen auf dem Ausbildungsmarkt leer ausgegangen sind, sieht die Bundesregierung vor, die Mittel für mehrjährige Förderungen junger Menschen aus dem SGB II - etwa für außerbetriebliche Ausbildungen oder Ausbildungsbegleitungen - zu reduzieren. Die geplanten Reduzierungen beschränken ab sofort den Handlungsspielraum vieler Jobcenter bei der Umsetzung mehrjähriger Fördermaßnahmen, weil die in der mittelfristigen Haushaltsplanung des Bundes vorgesehenen Verpflichtungsermächtigungen für 2016 ff. dann zu gering ausfallen. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert weitere Mittel, damit ausreichend geförderte Ausbildungsmöglichkeiten für benachteiligte Jugendliche angeboten werden können.

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Rechtliches-SGB2-SGB3

Ausschreibungen zur Assistierten Ausbildung

Über die elektronischen Vergabeplattform "evergabe-online" der Bundesagentur für Arbeit können sich Bildungsträger bis zum 08. Mai um die Durchführung der Assistierten Ausbildung bewerben. Die Maßnahme besteht aus Ausbildungsvorbereitung und Ausbildungsbegleitung.

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