Neue Akzente, um junge Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bekommen

jsa aktuell

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Regierungswechsel führt immer auch zu einer Veränderung der politischen Ausrichtung und damit auch der Instrumente, die eine neue Regierung einrichtet. Im ersten Quartal dieses Jahres machte NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann deutlich, welche Schwerpunkte die neue Landesregierung im Bereich der Arbeitsmarktpolitik für junge Menschen setzt: "Ich habe es schon öfter gesagt: Weil Geld begrenzt ist, bin ich dafür, weniger Köpfe zu fördern mit dem Ziel, dass sie am Ende einen Gesellenbrief haben, statt diese kurzfristigen Maßnahmen anzugehen, ob sie nun Produktionsschule oder Werkstattjahr heißen."

Sicherlich ist Geld nicht unbegrenzt verfügbar. Die derzeitige Arbeitsmarktpolitik fokussiert sich aber vor allem auf diejenigen, denen man noch bessere Chancen auf eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt zurechnet. Gerade benachteiligte junge Menschen mit sehr spezifischem Förderbedarf bleiben bei diesen Programmen außen vor. Hier kann die Jugendsozialarbeit als Teil der Jugendhilfe individuelle Angebote unterbreiten.

Notwendig ist, ein intensiveres Zusammenwirken von Arbeitsmarktprogrammen mit der Jugendsozialarbeit in der Praxis zu gewährleisten. Nur so erhalten diejenigen, die unsere Unterstützung am dringendsten benötigen, diese auch in angemessenem Umfang. Die Landespolitik ist aufgefordert, hierzu die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.

Welche Neuerungen die Landesregierung in der Arbeitsmarktpolitik in NRW umsetzen will, darüber informiert Sie diese Ausgabe von jugendsozialarbeit aktuell.

Stefan Ewers
Geschäftsführer

 

Quelle: Albert Schepers / G.I.B.

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