Eine Koalition für die Jugend? Was bringt der Koalitionsvertrag für die Jugendsozialarbeit?

jsa aktuell

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit der Verabschiedung des Koalitionsvertrages hat die neue Regierungskoalition aus CDU und SPD ihr Regierungsprogramm für die kommende Legislaturperiode festgelegt. Die neue Bundesregierung will „das Wohlstandsversprechen in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung“ erneuern. Wohlstand müsse „bei allen Menschen ankommen“. Dies bedeute auch, auf gute Lebensbedingungen in allen Teilen Deutschlands hinzuarbeiten, so Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Vorstellung des Koalitionsvertrages.

Die kommenden dreieinhalb Jahre werden zeigen, inwieweit diese neue Regierung in der Lage ist, ihr Wohlstandsversprechen umzusetzen. Als Jugendsozialarbeit haben wir in diesem Zusammenhang vor allem die Lebenssituation sozial benachteiligter und individuell beeinträchtigter junger Menschen vor Augen. Und gerade vor diesem Hintergrund frage ich mich, was sich die neue Bundesregierung unter „guten Lebensbedingungen“ vorstellt. Die medialen Diskussionen in den vergangenen Wochen um das Thema „Armut“ im Zusammenhang mit den Tafeln in Deutschland, die Bemerkungen von Jens Spahn zu Hartz IV und auch das Seehofersche „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ zeigen mir, dass die Definition dessen, was „gute Lebensbedingungen“ sind, weit auseinanderliegen können.

Als Katholische Jugendsozialarbeit in NRW werden wir uns auch weiterhin für gute und gelingende Lebensbedingungen für junge Menschen einsetzen.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit!

Stefan Ewers
Geschäftsführer

Quelle: BAG KJS / Andrea Pringel

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