Teilhabe durch leicht verständliche Sprache

jsa aktuell

Liebe Leserin, lieber Leser,

die landeszentralen Träger der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit in NRW haben zum Abschluss des Inklusions-Projekts „under construction“ erstmals eine Abschluss-Dokumentation auch in Leichter Sprache herausgegeben. Wenn schon für zwei Jahre zum Thema „Inklusion“ gearbeitet wird, sollten die Ergebnisse am Ende auch möglichst barrierefrei zur Verfügung stehen.

Dass Sprache häufig eine Barriere ist, stellen wir auch in der Arbeit mit jungen Zugewanderten fest: Sprachkurse sollen Fähigkeiten für ein bestimmtes Sprachniveau vermitteln. Eine gewisse Sprachkompetenz trägt zu einer erfolgreichen Integration bei, aber auch potentielle Ausbildungsstellen verlangen ein bestimmtes Sprachniveau als Einstellungsvoraussetzung.

Ein niedriges Sprachniveau hängt aber nicht von der Nationalität ab. Vielen junge Menschen in den Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, egal welcher Herkunft, bereitet es Probleme, längere Texte zu verstehen.

Wenn wir uns als Jugendsozialarbeit für die schulische, berufliche und soziale Integration benachteiligter junger Menschen einsetzen, müssen wir zum Einen Formen und Wege nutzen, Information und Kommunikation verständlich zu gestalten. Zum Anderen müssen wir uns dafür einsetzen, dass Teilhabemöglichkeiten über eine verständliche Sprache sichergestellt werden. Dies gilt nicht nur für die geschriebene „Leichte“ oder „Einfache Sprache“, sondern auch für den täglichen Dialog mit „unseren“ Jugendlichen.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre.

Stefan Ewers
Geschäftsführer

Quelle: LAG KJS NRW / Franziska Schulz

 

Der Artikel wurde aktualisiert und steht nun im Anhang zur Verfügung. 

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