Zur Verortung der Schulsozialarbeit in NRW

jsa aktuell

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor 36 Jahren wechselte ich von der Grundschule zum Gymnasium. Neben dem Lehrerkollegium war unter anderem auch ein Schulsozialarbeiter an „meiner“ Schule tätig – und erfüllte aus der damaligen Sicht sämtliche Klischees, die man mit einem Sozialarbeiter verbindet: Kaffee trinken, quatschen, spielen.

Viele Dinge bekam ich damals einfach nicht mit: die Beratung und Unterstützung vieler Mitschüler/innen, die mit einem schlechten Zeugnis nach Hause mussten und Angst vor ihren Eltern hatten; Streitschlichtung; Deeskalation; Elternberatung; Organisation und Durchführung verschiedenster Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten.

Das Bistum Essen als Schulträger wollte bewusst mit dieser Schule den „Arbeiterkindern“ im Essener Norden beste Bildung zur Verfügung stellen und dazu gehörte, für die damalige Zeit nicht selbstverständlich, die Unterstützung der sozialen Entwicklung der Schüler/innen.

Heute sind meine Kinder Schülerinnen an „meiner“ Schule. Aus ihren Erzählungen und meinen eigenen Erfahrungen als Elternteil wird mir immer wieder deutlich, wie wichtig die Arbeit der Schulsozialarbeit ist – dass jemand in der Schule für sie da ist, zu dem sie Vertrauen haben, der sie unterstützt und ihnen in schwierigen Situationen beisteht.

Aus diesen ganz persönlichen Erfahrungen wünsche ich allen Schüler/innen und Eltern in NRW, an „ihrer“ Schule eine solche Person zu haben.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre!

Stefan Ewers
Geschäftsführer

Den Artikel erhalten Sie im Anhang.

Quelle: Stefan Ewers / LAG KJS NRW

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