Qualität bei der Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen

jsa aktuell

Liebe Leserin, lieber Leser,

Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt berichten in ihrem Buch „Die digitale Bildungsrevolution“ von der Situation einer jungen Programmiererin, die ihrem wütenden Chef gegenüber rechtfertigen musste, warum sie einen teuer entwickelten Programmcode frei zugänglich ins Internet gestellt hatte, der nun auch für die Konkurrenz verfügbar war. Die Programmiererin sah das anders: „Was glauben Sie denn, wie wir hier unsere Aufgaben lösen? Würden andere nicht ihren Programmiercode ins Netz stellen und mit uns teilen, wären wir in unseren Projekten aufgeschmissen. Das ist ein Geben und Nehmen.“

Wäre ein solches Geben und Nehmen auch für die Maßnahmen der Jugendberufshilfe denkbar? „Um die Berufsvorbereitung und andere Maßnahmen ständig zu verbessern, würden wir gern unsere Konzepte mit anderen teilen. Aber die derzeitige Vergabepraxis verhindert eine solche Form der Zusammenarbeit“ – so lautete ein Fazit der Teilnehmer unserer Fachkonferenz „Jugend+Bildung“.

Die damit verbundene Qualitätsdebatte geht derzeit anscheinend in die richtige Richtung: Mit neu zu bewertenden Kriterien verliert der Preis mehr und mehr seine Vorrangstellung bei der Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen. 

Was sich aktuell im Vergaberecht verändert, darüber informiert Christian Hampel in dieser Ausgabe von jugendsozialarbeit aktuell. 

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre.

Stefan Ewers
Geschäftsführer

Den Artikel erhalten Sie im Anhang.

Quelle: Christian Hampel / LAG KJS NRW

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