Dokumentation der Fachtagung am 24.11.2011 in der Akademie Klausenhof, Hamminkeln
In der aktuellen berufsbildungspolitischen Diskussion wird über die Notwendigkeit einer Veränderung oder Verschlankung des Übergangssystems gesprochen, „Warteschleifen“ sollen abgebaut und vor allem benachteiligte und beeinträchtige junge Menschen besser auf Ausbildung und Beruf vorbereitet werden. Das Ziel ist die Schaffung einer kohärenten Förderstruktur im Übergang Schule – Beruf mit einer institutionalisierten kommunalen oder regionalen Steuerung. Auf Bundesebene wie in Nordrhein-Westfalen werden mit wissenschaftlicher Unterstützung aktuell Überlegungen zur Schaffung eines neuen Übergangssystems angestellt.
Grund genug, die Maßnahmevielfalt im Übergang Schule – Beruf, die Qualifikation der hier tätigen Mitarbeiter/innen und natürlich die jungen Menschen selbst, hier besonders die lernbehinderten Jugendlichen, im derzeitigen Übergangssystem in Nordrhein-Westfalen näher zu betrachten und gemeinsam mit Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen Überlegungen zu einer Umgestaltung und Systematisierung des Übergangs Schule – Beruf zu diskutieren.
In der Fachtagung am 24.11.2011 in der Akademie Klausenhof, die mit 75 Teilnehmern/innen auf erfreulich große Resonanz gestoßen ist, wurden also
- die Zielgruppen, die nach der Schule aller Voraussicht nach im Übergangssystem auftauchen werden,
- die Mitarbeiter/innen, die für ein „pädagogisches Übergangshandeln“ weitere Qualifikationen benötigen
- und schließlich das Übergangssystem selbst in den Blick genommen.
Aktuell konnte dabei das wenige Tage zuvor im Rahmen des Spitzengesprächs im Ausbildungskonsens NRW erarbeitete „Neue Übergangssystem Schule – Beruf in NRW“ vorgestellt und diskutiert werden.
Auch wenn die neuen Übergangskonzepte viele Aufgaben den allgemeinbildenden Schulen, den Berufskollegs und der Wirtschaft zuweisen, haben nach Meinung der Teilnehmer/innen der Tagung – wie auch der Mehrheit der Beteiligten am BIBB-Expertenmonitor – die freien Träger der Jugendsozialarbeit und der beruflichen Bildung weiter wichtige Aufgaben in einem neuen Übergangssystem, vor allem in der Berufsorientierung und -hinführung, der Berufsvorbereitung und in der Schaffung und Begleitung von regionalen und lokalen Übergangsstrukturen, ohne die die von der Politik ausgegebene Parole „Kein Abschluss ohne Anschluss“ nicht realisiert werden kann.
Die Präsentationen der Referenten/innen erhalten Sie im Anhang.
Fit fürs Leben.pdf
KJS_Hamminkeln_111124 Bertelsmann.pdf
Vortrag_Bylinski_KJS.pdf
Fachtagung LAG Katholische Jugendsozialarbeit Übergangssystem.pdf
Quelle: LAG KJS NRW